{"id":1487,"date":"2022-08-01T20:26:37","date_gmt":"2022-08-01T20:26:37","guid":{"rendered":"http:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/?p=1487"},"modified":"2023-04-03T18:44:30","modified_gmt":"2023-04-03T18:44:30","slug":"rudi-pillwein-oesterreich-beitrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/?p=1487","title":{"rendered":"\u00a0Auf den Spuren des \u201eAcrylglas-Spanters\u201c(1)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Auf den Spuren des \u201eAcrylglas-Spanters\u201c von Rudi Pillwein:<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Die Sportler<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es begann alles ganz harmlos mit einem Faltboot-Einer der Wiener Firma F\u00fcrst, den J\u00fcrgen Oertel auftrieb und der merkw\u00fcrdige Spanten hatte: sie waren aus Acrylglas gefertigt. Von keiner Werft aus dieser Zeit sind Acrylglas-Spanten bekannt!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1517\" src=\"http:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-1-Glasspanter-Gesamtbild.jpg\" alt=\"\" width=\"1050\" height=\"746\" srcset=\"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-1-Glasspanter-Gesamtbild.jpg 1050w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-1-Glasspanter-Gesamtbild-300x213.jpg 300w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-1-Glasspanter-Gesamtbild-1024x728.jpg 1024w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-1-Glasspanter-Gesamtbild-768x546.jpg 768w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-1-Glasspanter-Gesamtbild-100x70.jpg 100w\" sizes=\"(max-width: 1050px) 100vw, 1050px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1518\" src=\"http:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-2-Plexiglasspanter-Detail.jpg\" alt=\"\" width=\"1050\" height=\"788\" srcset=\"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-2-Plexiglasspanter-Detail.jpg 1050w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-2-Plexiglasspanter-Detail-300x225.jpg 300w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-2-Plexiglasspanter-Detail-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-2-Plexiglasspanter-Detail-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1050px) 100vw, 1050px\" \/><\/p>\n<p><strong>Bilder 1 und 2:<\/strong> Der Plexiglas-Spanter und seine Sitzluke. (Foto Ralf Petsching)<\/p>\n<p>Die Spur f\u00fchrte zu dem Wiener Paddler Rudi Pillwein, dem Slalom-Meister, Sieger 1955 im &#8222;schwersten Kanurennen der Welt&#8220;, dem Arkansas River Race (USA), der auch Faltboote baute&#8230; Pillwein? Paddelte der nicht in den Filmen Herbert Slanars?<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich! In dem Slanar-Film &#8222;Wildflussvagabunden&#8220; wird der &#8222;Acrylglas-Spanter&#8220; sogar gefahren!<\/p>\n<p>Rudis Frau Hedi war Mitglied im Kanuverein &#8222;Schwarz-Wei\u00df Westbahn&#8220;, im Norden Wiens am Kuchelauer Hafen gelegen. Und da das Ehepaar Pillwein mit dem Ehepaar Slanar befreundet war, kam wohl auch der Paddelfilmer Herbert Slanar hier zu Besuch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beim Recherchieren kristallisierte sich Weiteres heraus: Rudi Pillwein war nicht der einzige Medaillengewinner im Umfeld des Vereins. Im Gegenteil! Aus dem schlichten Haus in der Kuchelauer Hafenstra\u00dfe 12 kam in den 1950er bis 1970er Jahren die Elite der Paddelsportler \u00d6sterreichs. Max Raub, Fritzi Schwingl, Hanneliese Spitz, Christa und Helmut Hediger, Hedi Pillwein, sie alle trainierten auf der Regattastrecke im Hafenbecken f\u00fcr ihre Meisterschafts- und Olympiasiege. Von den 512 \u00d6sterreichischen Staatsmeistertiteln im Kanurennsport, die zwischen 1946 und 1993 vergeben wurden, bekamen die Sportler von SWW die meisten: volle 98!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da m\u00fcssten doch Spuren zu finden sein! Am 5.-7. Oktober 2018 besuchte der deutsche Verein &#8222;Freunde historischer Faltboote e. V.&#8220; das Bootshaus am Kuchelauer Hafen, um Erinnerungen an diese Athleten zu sammeln und nach ihren alten Booten, Modellen der Firmen F\u00fcrst und GESA, zu suchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Suche ist m\u00fchsam, weil eine Verbandszeitschrift, die wichtige Ereignisse festhalten w\u00fcrde, seit Jahren nicht mehr erscheint und der \u00d6sterreichische Kanuverband \u2013 im Gegensatz zum Deutschen Kanuverband \u2013 lange Zeit kein Archiv besa\u00df. Als der OKV Material f\u00fcr das Buch &#8222;70 Jahre \u00d6sterreichischer Kanuverband &#8211; Dokumentation Rennsport&#8220; (1993) suchte, lieferte Max Raub den Gro\u00dfteil der Informationen aus seinem Privatarchiv dazu.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1519\" src=\"http:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-3-Treffen.jpg\" alt=\"\" width=\"1050\" height=\"738\" srcset=\"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-3-Treffen.jpg 1050w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-3-Treffen-300x211.jpg 300w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-3-Treffen-1024x720.jpg 1024w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-3-Treffen-768x540.jpg 768w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-3-Treffen-400x280.jpg 400w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-3-Treffen-100x70.jpg 100w\" sizes=\"(max-width: 1050px) 100vw, 1050px\" \/><\/p>\n<p>Bild 3: \u201eFreunde historischer Faltboote\u201c bei SWW Wien, von links: J\u00fcrgen Oertel (D), Christa Hediger (A), Ralf Petsching (D), Karl-Heinz Seichter (D), Max Raub (A), Helmut Hediger (A) (Foto Gernot N\u00e4ser)<\/p>\n<p>Die Urgesteine von &#8222;Schwarz-Wei\u00df Westbahn&#8220; empfingen uns herzlich und offen. Zwei N\u00e4chte durften wir ihre Gastfreundschaft erleben, uns mit Wort, Bild und Film vorstellen und das Bootshaus, die Sportler und viele Geschichten kennenlernen. Als Gastgeschenk hatten wir Filme Herbert Slanars aus den 1950er Jahren mitgebracht, und es war bewegend zu sehen, wie die ergrauten Paddlerinnen und Paddler ihre fr\u00fcheren Kameraden oder sich selbst wiedererkannten und ihren Erinnerungen Raum gaben.<\/p>\n<p>Wir erfuhren nicht, was wir erwarteten. Nur wenige wussten noch von einem Faltboot mit Acrylglasspanten, und gefahren hatte es niemand. Von dem mutma\u00dflichen Erbauer h\u00f6rten wir um so mehr, \u00fcber die Wiener Faltbootwerften F\u00fcrst und GESA sogar Details. Am l\u00e4ngsten aber sprachen die Alten \u00fcber ihr Bootshaus und die Sportkameraden und Mitk\u00e4mpferinnen, mit denen sie gelebt, gepaddelt und trainiert hatten. Die Erinnerungen an sie sollen an erster Stelle stehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Kuchelauer Hafen<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1521\" src=\"http:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-1.jpg\" alt=\"\" width=\"1050\" height=\"788\" srcset=\"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-1.jpg 1050w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-1-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1050px) 100vw, 1050px\" \/><\/p>\n<p><strong>Bild 4:<\/strong> Blick auf den Kuchelauer Hafen am n\u00f6rdlichen Stadtrand von Wien. (Foto Gernot N\u00e4ser)<\/p>\n<p>Die Hafenanlage Wien-Kuchelau am Donaukilometer 1935,3 wurde 1901-1903 erbaut, indem man den Hafenbereich durch einen Damm von der Donau abtrennte. Weil seine Einm\u00fcndung rasch versandete, erf\u00fcllte der Hafen nicht die in ihn gesetzten Hoffnungen. Stattdessen siedelten sich in ihm viele Wassersportvereine an, zuerst 1924 der &#8222;Wiener Kajakclub&#8220; bzw. &#8222;Wiener Paddelsportklub&#8220;, der \u00e4lteste Kanuverein Wiens, in seinem heute noch bestehenden Bootshaus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Wassersportkarte von 1928 z\u00e4hlt sieben Wassersportclubs, dazu das Kuchelauer Strandbad am Hafeneingang, wo heute der Radlerimbiss steht. Sie alle nutzten das 2500 m lange Stillwasser als Regattastrecke: W\u00e4hrend der 2. Arbeiterolympiade vom 24. bis 27. Juli 1931 (die &#8222;Wiener Spiele&#8220;) verfolgten hier tausende Menschen das Wettrennen in Faltbooten. Der &#8222;Wiener Paddelsportklub&#8220; bewahrt in seinem Bootshaus noch ein Foto der Regatta. Bis zur Er\u00f6ffnung der Regattastrecke in der Wiener Neuen Donau sollten viele \u00d6sterreichische Staatsmeisterschaften im Kuchelauer Hafen ausgetragen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach dem deutschen Einmarsch 1938 wurde die Hafeneinfahrt ausgebaggert, um eine Marinewerft in den Hafen bauen zu k\u00f6nnen (und noch viele Jahrzehnte lang geh\u00f6rte der hintere Hafenteil dem Bundesheer.) Folgerichtig wurde der Hafen im Zweiten Weltkrieg zerbombt, wobei bis auf das Haus des &#8222;Wiener Kajakclubs&#8220;, des heutigen &#8222;Wiener Paddelsportklubs&#8220;, alle Bootsh\u00e4user verbrannten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1524\" src=\"http:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-10.jpg\" alt=\"\" width=\"1050\" height=\"1400\" srcset=\"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-10.jpg 1050w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-10-225x300.jpg 225w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-10-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1050px) 100vw, 1050px\" \/><\/p>\n<p><strong>Bild 5:<\/strong> Bootshaus des Kanuvereins \u201eSchwarz-Wei\u00df Westbahn Wien\u201c, im Vordergrund ein F\u00fcrst-Wandereiner. (Foto Gernot N\u00e4ser)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1523\" src=\"http:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-13-SWW-Ansicht.jpg\" alt=\"\" width=\"1050\" height=\"788\" srcset=\"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-13-SWW-Ansicht.jpg 1050w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-13-SWW-Ansicht-300x225.jpg 300w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-13-SWW-Ansicht-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-13-SWW-Ansicht-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1050px) 100vw, 1050px\" \/><\/p>\n<p><strong>Bild 6:<\/strong> In der Bootshalle warten moderne Modelle auf den Start. (Foto Ralf Petsching)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einer der Vereine, die den Wiederaufbau in die Hand nahmen, war die gleich nach Kriegsende von den Eisenbahnern des Wiener Westbahnhofs gegr\u00fcndete &#8222;Sportvereinigung Schwarz-Wei\u00df Westbahn&#8220;. (Die &#8222;Westbahn&#8220; ist die vom Westbahnhof ausgehende Bahnstrecke Richtung Salzburg.) Mit dem Unternehmen der \u00d6sterreichischen Westbahn hatte der Verein nichts zu tun, sondern wuchs aus gewerkschaftlichen Wurzeln der Mitarbeiter und hatte infolgedessen zun\u00e4chst die verschiedensten Sektionen, wie Boxen, Ringen, Judo, Fu\u00dfball und eben Paddeln. (Auch andere Wiener Sportvereine haben diese Wurzeln. So entstand der nebenan befindliche Kajakverein WAT, der &#8222;Wiener Arbeiter-Turn- und Sportverband&#8220;, 1919 auf Initiative der Wiener Buchdrucker, die besonders schwere Arbeitsbedingungen hatten und sich daher schon fr\u00fch gewerkschaftlich organisierten.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Bootshaus von &#8222;Schwarz-Wei\u00df Westbahn&#8220; entstand bis 1951 in Eigenarbeit der Mitglieder auf einem Grundst\u00fcck, auf dem zuvor ein kleines Filialbootshaus des traditionsreichen Wiener Rudervereins &#8222;Donauhort&#8220; gestanden hatte, aus noch verwertbaren Tr\u00fcmmern ihrer zerst\u00f6rten Arbeitsst\u00e4tte, oder, wie Max Raub es formulierte: &#8222;Im Bootshaus steckt der halbe Westbahnhof!&#8220; Raub selbst kam Ende der 40er Jahre aus Klosterneuburg in den Verein, um bei den Kanu-Weltmeisterschaften in Kopenhagen 1950 im Team mit Herbert Wiedermann im Zweierkanu seine erste Bronzemedaille zu gewinnen. Fritzi Schwingl allerdings war ihm zuvorgekommen: schon 1948 hatte die 27j\u00e4hrige von den Olympischen Spielen in London im Team mit Trude Liebhart zwei Bronzemedaillen nach Hause gebracht \u2013 die ersten ihrer langj\u00e4hrigen Karriere. Als weitere Spitzensportler kamen das Ehepaar Hedi und Rudi Pillwein dazu, die in den 50er und 60er Jahren die Weltmeisterschaften dominieren sollten. Es ist wohl kein Zufall, dass Rudolf St\u00f6ger, 1951-59 Pr\u00e4sident des \u00f6sterreichischen Kanuverbandes und danach zum Ehrenpr\u00e4sidenten ernannt, Mitglied von &#8222;Schwarz-Wei\u00df Westbahn&#8220; war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1527\" src=\"http:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-14-Rudolf-Stoeger-Praesi-OeKV.jpg\" alt=\"\" width=\"1050\" height=\"743\" srcset=\"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-14-Rudolf-Stoeger-Praesi-OeKV.jpg 1050w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-14-Rudolf-Stoeger-Praesi-OeKV-300x212.jpg 300w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-14-Rudolf-Stoeger-Praesi-OeKV-1024x725.jpg 1024w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-14-Rudolf-Stoeger-Praesi-OeKV-768x543.jpg 768w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-14-Rudolf-Stoeger-Praesi-OeKV-100x70.jpg 100w\" sizes=\"(max-width: 1050px) 100vw, 1050px\" \/><\/p>\n<p><strong>Bild 7:<\/strong> \u00d6KV-Pr\u00e4sident St\u00f6ger, ein Mitglied von \u201eSchwarz-Wei\u00df Westbahn\u201c, begr\u00fc\u00dft die \u00f6sterreichische Mannschaft bei der Er\u00f6ffnung der Kanuslalom-Weltmeisterschaft in Meran 1953. (Foto Herbert Slanar)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Erfolg der \u00f6sterreichischen Elitepaddler hielt bis in die 1960er Jahre an. Noch heute ist das mittlere Tor der Bootshalle von &#8222;Schwarz-Wei\u00df Westbahn&#8220; mit dem Deckel der Kiste verkleidet, in der die Paddel zur Olympiade 1968 den Weg nach Mexiko antraten. Die Zeitzeugen behaupten, dass der K\u00e4rntner Norbert Sattler, der bei den Olympischen Spielen 1972 im Augsburger Eiskanal den Leipziger Siegbert Horn (1950-2016) besiegte und heute an der So\u010da eine Kanuschule f\u00fchrt, &#8222;der letzte gute Mann&#8220; war. Mit ihm endete die \u00f6sterreichische Kajak-Erfolgszeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Heute trainiert neben einer Drachenbootmannschaft auch (unter der Leitung G\u00fcnter Hedigers, des Sohnes von Christa und Helmut Hediger) eine Sch\u00fclerkajak-Rennmannschaft bei &#8222;Schwarz-Wei\u00df Westbahn&#8220;, die auf vielen nationalen Regatten antrat und siegte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1526\" src=\"http:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-16-SWW-Ansicht.jpg\" alt=\"\" width=\"1050\" height=\"1400\" srcset=\"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-16-SWW-Ansicht.jpg 1050w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-16-SWW-Ansicht-225x300.jpg 225w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-16-SWW-Ansicht-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1050px) 100vw, 1050px\" \/><\/p>\n<p>Bild 8: So sieht ein erfolgreicher Sportverein aus! (Foto Ralf Petsching)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1529\" src=\"http:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-16-b.jpg\" alt=\"Max Raub\" width=\"938\" height=\"984\" srcset=\"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-16-b.jpg 938w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-16-b-286x300.jpg 286w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-16-b-768x806.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 938px) 100vw, 938px\" \/><\/p>\n<p>Bild 9: Der 92j\u00e4hrige Max Raub in den R\u00e4umen seines alten Vereins, Oktober 2018. (Foto Gernot N\u00e4ser)<\/p>\n<p><strong>Max Raub<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1926 geboren, musste der gelernte Tischler im Zweiten Weltkrieg an die Front (seine Kriegserlebnisse sind im Internet nachzulesen). Heil zur\u00fcckgekehrt, trainierte er zun\u00e4chst im nicht mehr bestehenden Verein &#8222;Albatros Klosterneuburg&#8220;, wo der Zwanzigj\u00e4hrige bereits 1946 im Team mit Herbert Wiedermann (&#8222;das dynamische Duo&#8220;) im Zweier \u00fcber 1000 m den 3. Platz bei den \u00d6sterreichischen Staatsmeisterschaften errang. Bereits ein Jahr sp\u00e4ter erk\u00e4mpften beide in der gleichen Disziplin den 1. Platz! Wenn man bedenkt, dass diese Leistungen in Not und Hunger der Nachkriegszeit erzielt wurden, kann man sich ein Bild machen von der Energie, mit der &#8222;der Maxl&#8220; an seine Aufgabe heranging.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1947 wechselte Max Raub zu &#8222;Schwarz-Wei\u00df Westbahn&#8220; an den Kuchelauer Hafen, und hier startete seine Erfolgslaufbahn erst richtig. Sein olympisches R\u00fcstzeug erwarb er sich in den 1950er Jahren an der Deutschen Hochschule f\u00fcr K\u00f6rperkultur in Leipzig, &#8222;einer der weltweit erfolgreichsten Sporthochschulen&#8220;, unter Jochen Lenz (&#8222;seine Enkel fahren jetzt Kanuslalom&#8220;). Die Verbindung der beiden sollte lebenslang Bestand haben. Prof. Dr. Jochen Lenz (1930-2021) kam als &#8222;Reisekader&#8220; der DDR mit seiner Frau mehrfach zum Skilaufen nach \u00d6sterreich, und als international angesehener Trainer konnte Max Raub durchsetzen, dass der damalige Leiter des Wissenschaftsbereichs Wasserfahrsport\/Touristik an der Deutschen Hochschule f\u00fcr K\u00f6rperkultur in Leipzig und langj\u00e4hriger Stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Kanu-Sport-Verbandes der DDR als &#8222;Fachmann f\u00fcr Bootspr\u00fcfung&#8220; zu den Olympischen Spielen 1988 nach Seoul reisen konnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Dokumentation &#8222;70 Jahre \u00d6sterreichischer Kanuverband&#8220; (1993) kann man nachlesen, wie viele Preise Max Raub bis 1954 bei den \u00d6sterreichischen Staatsmeisterschaften errang. Hier soll nur auf seine internationalen Erfolge verwiesen werden:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1532\" src=\"http:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-33-Max-Raub.jpg\" alt=\"\" width=\"1050\" height=\"811\" srcset=\"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-33-Max-Raub.jpg 1050w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-33-Max-Raub-300x232.jpg 300w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-33-Max-Raub-1024x791.jpg 1024w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-33-Max-Raub-768x593.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1050px) 100vw, 1050px\" \/><\/p>\n<p>Bild 10: Max Raub (aus dem Herbert-Slanar-Film \u201eBootsweihe in Langenlebarn\u201c 1953)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1534\" src=\"http:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-35-Wiedermann.jpg\" alt=\"\" width=\"1050\" height=\"805\" srcset=\"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-35-Wiedermann.jpg 1050w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-35-Wiedermann-300x230.jpg 300w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-35-Wiedermann-1024x785.jpg 1024w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-35-Wiedermann-768x589.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1050px) 100vw, 1050px\" \/><\/p>\n<p>Bild 11: Herbert Wiedermann (aus dem Herbert-Slanar-Film \u201eBootsweihe in Langenlebarn\u201c 1953)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>* die Bronzemedaille beim 1000-Meter-Kanurennen im Zweier (im Team mit Herbert Wiedermann vom &#8222;Wiener Kajakclub&#8220; im Kuchelauer Hafen nebenan) bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki (deren ausgeblichener Wimpel noch heute im Bootshaus liegt) sowie der 4. Platz beim 10.000-Meter-Rennen im Zweier zusammen mit Wiedermann,<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>* die Bronzemedaille bei der 10.000-m-Staffel der Kanu-Weltmeisterschaften in M\u00e2con \/ Frankreich 1954 (im Team mit Herbert Wiedermann, Hermann Salzner und Alfred Schmidtberger) sowie den Weltmeistertitel beim 10.000-m-Kanurennen der gleichen Weltmeisterschaften (im Team mit Wiedermann). Das &#8222;Weltmeisterboot&#8220; kann man noch heute im Bootshaus sehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1536\" src=\"http:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-55-Weltmeisterboot.jpg\" alt=\"\" width=\"1050\" height=\"788\" srcset=\"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-55-Weltmeisterboot.jpg 1050w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-55-Weltmeisterboot-300x225.jpg 300w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-55-Weltmeisterboot-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-55-Weltmeisterboot-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1050px) 100vw, 1050px\" \/><\/p>\n<p>Bild 12: Das \u201eWeltmeisterboot\u201c des 10.000-m-Rennens von M\u00e2con 1954 im Bootshaus von \u201eSWW Wien\u201c. (Foto Ralf Petsching)<\/p>\n<p>* und die Bronzemedaille im 1000-Meter-Kanurennen im Zweier bei den Olympischen Spielen Melbourne 1956 (erneut im Team mit Herbert Wiedermann).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Ruf Max Raubs drang auch nach Deutschland. Um 1960, noch vor dem Mauerbau, ergab es sich, dass er zu den &#8222;Maschseetagen&#8220; nach Hannover fuhr und dort mit Willi Horn ein Hotelzimmer teilte (&#8222;Horn-Hanisch ist ja bekannt&#8220;). Horn, der bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin zusammen mit Erich Hanisch 1936 die Silbermedaille \u00fcber 10.000 m im Faltbootzweier errungen hatte und jetzt in Ost-Berlin lebte, erz\u00e4hlte, so erinnert sich Max Raub, unter anderem \u00fcber die &#8222;Ern\u00e4hrungslage in der Zone&#8220;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den Folgejahren sollte Max Raub als Trainer die jungen Talente Christa und Helmut Hediger sowie Hanneliese Spitz zum Erfolg f\u00fchren. In der Zeit nach dem Krieg wurde der \u00f6sterreichische Kanurennsport zwar vom OKV finanziell unterst\u00fctzt, doch hing der sportliche Erfolg von den jeweiligen Vereinstrainern und ihrer individuellen Taktik ab. Sportler mit Leib und Seele, trainierte Max Raub seine Mannschaft mit einer Konsequenz und Strenge, die den Trainierten noch 50 Jahre sp\u00e4ter im Ged\u00e4chtnis blieb. Der Erfolg blieb nicht aus: Hanneliese Spitz gewann bei den Europameisterschaften 1963 in Jajce die Bronzemedaille im K1 und nahm zusammen mit Max Raub an der Olympiade 1964 in Tokio teil, Helmut Hediger z\u00e4hlte zu der Mannschaft im Vierercanadier, die 1967 in Duisburg die Bronzemedaille gewann, und geh\u00f6rte der \u00f6sterreichischen Mannschaft der Olympiaden 1968 in Mexico City und 1972 in M\u00fcnchen\/Augsburg an. Die H\u00e4rte des Trainers \u00fcberdeckte nicht Max Raubs menschliche Ausstrahlung. Paddler, die unter ihm \u00fcbten, blieben ihm ein Leben lang freundschaftlich verbunden, auch mit seinen 92 Jahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Drei Jahrzehnte, von 1960 bis 1990, war Max Raub der Rennsportreferent des \u00d6sterreichischen Paddelsport-Verbandes (der sich 1977 in &#8222;\u00d6sterreichischer Kanuverband&#8220; umbenannte). Auch als Wildwasserpaddler war er in dieser Zeit aktiv und befuhr zw\u00f6lf- oder f\u00fcnfzehnmal die Salzach\u00f6fen. &#8222;Beim ersten Mal war ich nat\u00fcrlich nerv\u00f6s \u2013 sp\u00e4ter war mehr Wasser drin. &#8230; Durch die Lammer\u00f6fen bin ich nur einmal.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach eigenem Bekunden baute Max Raub auch f\u00fcnf oder sechs Boote, &#8222;ein Mittelding zwischen F\u00fcrst und GESA&#8220;. Er nutzte sie f\u00fcr Paddelfahrten w\u00e4hrend seiner Dienstreisen f\u00fcr die \u00d6sterreichische Bundesbahn.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Laufe der Jahre sammelte Max Raub ein umfangreiches Archiv zusammen. Die Chronik &#8222;70 Jahre \u00d6sterreichischer Kanuverband &#8211; Dokumentation Rennsport&#8220; von 1993 h\u00e4tte ohne seine Zuarbeit nicht entstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Max Raub war Tr\u00e4ger des Goldenen Verdienstabzeichens der Stadt Wien und des Silbernen Verdienstzeichens der Republik \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>Als Gastgeschenk verehrten wir ihm einen Wimpel der Kanu-Weltmeisterschaften in M\u00e2con 1954 als Erinnerung an seinen Weltmeistertitel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach kurzer Krankheit verstarb Max Raub am 9. November 2019. Er wurde 94 Jahre alt. Sein sportlicher Nachlass wird von Christa und Helmut Hediger betreut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fritzi Schwingl<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1539\" src=\"http:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-70-Fritzi-Schwingl.jpg\" alt=\"\" width=\"1050\" height=\"795\" srcset=\"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-70-Fritzi-Schwingl.jpg 1050w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-70-Fritzi-Schwingl-300x227.jpg 300w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-70-Fritzi-Schwingl-1024x775.jpg 1024w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-70-Fritzi-Schwingl-768x581.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1050px) 100vw, 1050px\" \/><\/p>\n<p>Bild 13: Fritzi Schwingl beim Training (aus dem Herbert-Slanar-Film \u201eFritzi Schwingl &#8211; Portr\u00e4t des Tages &#8211; Wassersportrundschau\u201c 1954)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch heute nennen ihre alten Freunde sie nicht bei ihrem Geburtsnamen &#8222;Friederike&#8220;. 1921 geboren, war sie schon Anfang der 40er Jahre leistungsstark genug, um 1944 zusammen mit Margarete (&#8222;Grete&#8220;) Hediger als Team-Mitglied f\u00fcr die &#8222;Deutschen Meisterschaften&#8220; 1944 nominiert zu werden (die dann, weil alle m\u00e4nnlichen Paddler an der Front standen, nicht durchgef\u00fchrt wurden). Nachdem sie 1946 bei den \u00d6sterreichischen Staatsmeisterschaften im Einer \u00fcber 600 m den 1. Platz erk\u00e4mpft hatte, wechselte sie 1946\/47 zusammen mit Max Raub vom damaligen Verein &#8222;Albatros Klosterneuburg&#8220; zu &#8222;Schwarz-Wei\u00df Westbahn&#8220; an den Kuchelauer Hafen. Und hier begann ihre Sportlerlaufbahn erst richtig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie bei Max Raub w\u00fcrde es zu weit f\u00fchren, alle ihre Erfolge aufzulisten. Unter dem Trainer Franz &#8222;Popo&#8220; Popovchich, der Zeitzeugen noch heute als &#8222;sehr streng&#8220; in Erinnerung ist, war Fritzi Schwingl ein Jahrzehnt lang die \u00f6sterreichische Spitzenpaddlerin schlechthin. Ihre gr\u00f6\u00dften Erfolge wurden die Bronzemedaille beim 500-m-Rennen im Einerkajak bei den Olympischen Spielen 1948 in London sowie (im Team mit der sieben Jahre j\u00fcngeren Gertrude Liebhart) die Bronzemedaille beim 500-m-Rennen im Zweierkajak &#8211; zwei von insgesamt acht Medaillen, die \u00d6sterreich bei diesen Spielen \u00fcberhaupt errang! Beide Rennen wurden auf der Regattastrecke in Henley-on-Thames ausgetragen; vielleicht findet man im dortigen Rudermuseum Fotos oder Exponate zu ihr? Es folgten die Silbermedaille im Faltbooteiner bei der Kanuslalom-WM in Genf 1949 (vor der Vereinskameradin Hedi Pillwein) und (im Team mit Hedi Pillwein und Gerti Pertlwieser) die Goldmedaille bei den gleichen Meisterschaften. Bei den Kanu-Weltmeisterschaften in Kopenhagen 1950 errang Fritzi Schwingl die Bronzemedaille beim 500-m-Kanurennen im Einer sowie die Silbermedaille beim 500-m-Kanurennen im Zweier (im Team mit Trude Liebhart). Bei der Kanuslalom-WM in Steyr 1951 gewann sie die Silbermedaille im Faltbooteiner und die Goldmedaille im Team mit Pillwein und Gerti Pertlwieser; dass f\u00fcr sie in Steyr noch der 1. Platz im 5000-m-Rennen im Faltbooteiner hinzukam, zeigt, dass Fritzi Schwingl sowohl im Kanuslalom als auch im Rennsport die internationale Spitze beherrschte, was ihr weltweit nur eine zweite Frau nachmachte: die \u00d6sterreicherin Hanneliese Spitz \u2013 Vereinskameradin bei &#8222;Schwarz-Wei\u00df Westbahn&#8220;!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich d\u00fcrfte ihr Rudi Pillwein ein Beispiel gegeben haben. Ein Jahr, nachdem dieser 1955 das Arkansas River Race gewonnen hatte, trat Fritzi Schwingl im neu entwickelten &#8222;Arkansas&#8220;-Renneiner von GESA bei diesem Slalom an \u2013 und wurde die schnellste Frau! Ihren &#8222;Salida&#8220;-Wimpel verehrte sie stolz dem Bootshaus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Kanuslalom-WM in Meran 1953, \u00fcber die Herbert Slanar einen Film drehte, endete f\u00fcr sie mit der Goldmedaille im Faltbooteiner und zugleich (im Team mit Ulrike Werner und Gertrude Will) mit einer Bronzemedaille. Nachdem sie bei den Kanu-Weltmeisterschaften in M\u00e2con (Frankreich) 1954 die Silbermedaille beim 500-m-Kanurennen im Einer errungen hatte, war Fritzi Schwingl so popul\u00e4r, dass sie als erste Paddlerin \u00fcberhaupt zum \u00f6sterreichischen &#8222;Sportler des Jahres&#8220; gew\u00e4hlt wurde. Noch einmal war sie international erfolgreich, als sie bei der Kanuslalom-WM in Augsburg 1957 (im Team mit Hella Philips und Gertrude St\u00f6llner) den dritten Platz errang.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1538\" src=\"http:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-67-Fritzi-Schwingl-Meran-1953.jpg\" alt=\"\" width=\"1050\" height=\"781\" srcset=\"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-67-Fritzi-Schwingl-Meran-1953.jpg 1050w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-67-Fritzi-Schwingl-Meran-1953-300x223.jpg 300w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-67-Fritzi-Schwingl-Meran-1953-1024x762.jpg 1024w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-67-Fritzi-Schwingl-Meran-1953-768x571.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1050px) 100vw, 1050px\" \/><\/p>\n<p>Bild 14: Siegerehrung der Kanuslalom-WM in Meran 1953. Auf dem Podest Fritzi Schwingl (A), links Eva Setzkorn (DDR), ihre st\u00e4rkste Konkurrentin; auf dem 3. Platz Dana Martanov\u00e1 (CSR). (aus dem Herbert-Slanar-Film \u201eKanuslalom WM Meran\u201c 1953)<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die vielen Jahre, die sie \u00f6sterreichische Landesmeisterin wurde (es hei\u00dft: 33 mal!), fallen demgegen\u00fcber kaum ins Gewicht. Mit 75 Jahren wurde Fritzi Schwingl das Gro\u00dfe Goldene Verdienstabzeichen der Republik \u00d6sterreich verliehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1540\" src=\"http:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-75-Fritzi-Mitte-am-Boot-hinten-rechts-Helmut-Hediger-und-Mutter.jpg\" alt=\"\" width=\"1050\" height=\"723\" srcset=\"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-75-Fritzi-Mitte-am-Boot-hinten-rechts-Helmut-Hediger-und-Mutter.jpg 1050w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-75-Fritzi-Mitte-am-Boot-hinten-rechts-Helmut-Hediger-und-Mutter-300x207.jpg 300w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-75-Fritzi-Mitte-am-Boot-hinten-rechts-Helmut-Hediger-und-Mutter-1024x705.jpg 1024w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-75-Fritzi-Mitte-am-Boot-hinten-rechts-Helmut-Hediger-und-Mutter-768x529.jpg 768w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-75-Fritzi-Mitte-am-Boot-hinten-rechts-Helmut-Hediger-und-Mutter-100x70.jpg 100w\" sizes=\"(max-width: 1050px) 100vw, 1050px\" \/><\/p>\n<p>Bild 15: Bootsaufbau f\u00fcr das Anpaddeln in Tulln, Mitte der 1950er Jahre. In der Mitte Fritzi Schwingl im GESA, rechts hinter ihr der junge Helmut Hediger mit seiner Mutter. (Archiv Christa und Helmut Hediger)<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Alter zog sie zu Verwandten nach Klosterneuburg zur\u00fcck. Ihre Medaillen und Urkunden bewahrte sie stolz auf. Wir haben sie nicht mehr sprechen k\u00f6nnen: am 9. Juli 2016 verstarb Fritzi Schwingl mit 94 Jahren. Ihre Spinde im Verein aber tragen noch immer ihren Namen. Man wird still, wenn man neben den Spuren einer langj\u00e4hrigen Weltmeisterin steht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1543\" src=\"http:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-30_ADMIN_Jan-27-161323-2023_Conflict.jpg\" alt=\"\" width=\"1050\" height=\"788\" srcset=\"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-30_ADMIN_Jan-27-161323-2023_Conflict.jpg 1050w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-30_ADMIN_Jan-27-161323-2023_Conflict-300x225.jpg 300w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-30_ADMIN_Jan-27-161323-2023_Conflict-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Bild-30_ADMIN_Jan-27-161323-2023_Conflict-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1050px) 100vw, 1050px\" \/><\/p>\n<p>Bild 16: Der Spind Fritzi Schwingls (Foto Ralf Petsching)<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Christa und Helmut Hediger<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Hedigers geh\u00f6ren zur nachfolgenden Kanutengeneration, die von den Erfahrungen Max Raubs und Fritzi Schwingls profitierte.<\/p>\n<p>Mit 19 Jahren machte Helmut Hediger bei den \u00d6sterreichischen Staatsmeisterschaften 1964 mit Erst- und Zweitplatzierungen in mehreren Renndisziplinen auf sich aufmerksam. Sein erster internationaler Erfolg war (im Team mit G\u00fcnther Pfaff, dem 2013 mit 79 Jahren verstorbenen Kurt Lindlgruber und Gerhard Seibold) die Silbermedaille beim 1000-m-Kanurennen bei den Kanu-Weltmeisterschaften in Berlin-Gr\u00fcnau 1966. Die H\u00f6hepunkte seiner Karriere bildeten die Bronzemedaille bei der 10.000-m-Staffel der Kanu-Weltmeisterschaften in Duisburg 1967 (im Team mit Kurt Lindlgruber, G\u00fcnther Pfaff und Gerhard Seibold), der 7. Platz im 1000-m-Kanurennen bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko (im Team mit Kurt Lindlgruber, G\u00fcnther Pfaff und Gerhard Seibold) und noch einmal der 7. Platz beim 1000-m-Kanurennen bei den Olympischen Spielen 1972 in M\u00fcnchen\/Augsburg (im Team mit G\u00fcnther Pfaff). Bis 1975 errang er viele Erstplatzierungen bei den \u00d6sterreichischen Staatsmeisterschaften. 1992 wurde Helmut Hediger zum Rennsportreferenten des \u00d6sterreichischen Kanuverbandes gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-1585\" src=\"http:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-09-Christa-und-Helmut-Hediger-2018.jpg\" alt=\"\" width=\"1050\" height=\"1396\" srcset=\"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-09-Christa-und-Helmut-Hediger-2018.jpg 1050w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-09-Christa-und-Helmut-Hediger-2018-226x300.jpg 226w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-09-Christa-und-Helmut-Hediger-2018-770x1024.jpg 770w, https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Bild-09-Christa-und-Helmut-Hediger-2018-768x1021.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1050px) 100vw, 1050px\" \/><\/p>\n<p>Bild 17 Christa und Helmut Hediger 2018<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Trude und Kurt Liebhart, Engelbert Lulla, Gerhard Seibold, Hanneliese Spitz<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Neben den oben genannten Kajak-Giganten gab es weitere Sportler, die &#8222;Schwarz-Wei\u00df Westbahn&#8220; \u00fcber Jahre hinweg zum Eliteverein \u00d6sterreichs machten: Gertrud (&#8222;Trude&#8220;) und Kurt Liebhart, Engelbert Lulla, Gerhard Seibold und Hanneliese Spitz standen im Schatten unserer Erkundigungen. Ihre Kurzbiographien und Erfolge kann man in der Brosch\u00fcre &#8222;70 Jahre \u00d6sterreichischer Kanuverband &#8211; Dokumentation Rennsport&#8220; nachlesen. Ein Bild der 1941 geborenen &#8222;Hanneliese Spitz, dreifache Weltmeisterin im Mix-Canadier&#8220; h\u00e4ngt noch im Gruppenraum. Nicht nur dies erk\u00e4mpfte sie, sondern auch die Bronzemedaille im 500-m-Kanurennen (Einer) bei den Weltmeisterschaften 1963 in Jajce \/ Jugoslawien. Bei den Olympischen Spielen in Tokio 1964 errang sie im 500-m-Kanurennen immerhin noch den 6. Platz. F\u00fcr ihre Leistungen erhielt sie 1963 das Ehrenzeichen des \u00d6sterreichischen Paddelsport-Verbandes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ob man \u00fcber sie alle noch mehr h\u00e4tte erfahren k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Team:<\/p>\n<p>Reise nach Wien: Gernot, Lutz und Kalle, J\u00fcrgen \u00d6. und Ralf Petsching im Herbst 2018<\/p>\n<p>Redaktion Text: Gernot N\u00e4ser, Berlin, im Mai 2019<\/p>\n<p>Bildredaktion:\u00a0\u00a0\u00a0 Gernot, Ralf<\/p>\n<p>Digitales Storytelling: der Michl<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf den Spuren des \u201eAcrylglas-Spanters\u201c von Rudi Pillwein: Die Sportler &nbsp; Es begann alles ganz harmlos mit einem Faltboot-Einer der Wiener Firma F\u00fcrst, den J\u00fcrgen Oertel auftrieb und der merkw\u00fcrdige Spanten hatte: sie waren aus Acrylglas gefertigt. Von keiner Werft aus dieser Zeit sind Acrylglas-Spanten bekannt! &nbsp; Bilder 1 und 2: Der Plexiglas-Spanter und seine Sitzluke. (Foto Ralf Petsching) Die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[30],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1487"}],"collection":[{"href":"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1487"}],"version-history":[{"count":24,"href":"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1487\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1586,"href":"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1487\/revisions\/1586"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1487"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1487"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/freunde-historischer-faltboote.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1487"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}